Chorfreizeit 2011 in Sonnenbühl-Erpfingen

1. Tag: Montag, Anfahrt

Montag, 29. August 2011

Wie so oft treffen wir uns am Chorheim, von dem aus wir mit dem Bus auf die Alb fahren. Nachdem Gepäck, Noten und Anzugtaschen verstaut sind, nehmen wir Kurs auf unser einwöchiges Domizil in Sonnenbühl-Erpfingen. Schon schnell stellt sich heraus, dass die Teamchemie unter den Knaben stimmt - im Bus kommt schnell Stimmung auf. Kurz vor dem ungeduldig erwarteten Ziel muss der Bus die Sitzblockade der Männerchörler durchbrechen. Nun geht es ans Zimmerverteilen mit anschließendem Betten-Beziehen. Auch das wird, wenn auch mit der einen oder anderen Schwierigkeit, gut erledigt, denn jeder möchte natürlich die bestmögliche Zimmernote von der knallharten Zimmernoten-Jury erhalten.

Nach dem Abendessen schreiten wir zur ersten Chorprobe der Freizeit 2011; zuerst proben die einzelnen Stimmlagen (Sopran I, Sopran II, Alt I, Alt II) getrennt. Da Herr Homburg nicht vier Stimmen gleichzeitig unterrichten kann, freuen wir uns über Stefan Weible, Lucian Eller und Johann-Ardin Lilienthal, die ihn bei der Chorarbeit unterstützen.

Den Abend beendet offiziell die Gutenachtgeschichte, die Herr Homburg zum Besten gibt. Doch bei der Nachtruhezeit gibt es noch gewisse Deutungsunterschiede zwischen Knaben und Betreuern. Letztere sind jedoch aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung sicher, dass sich diese Unterschiede im Laufe der Woche von selbst regeln werden.

2. Tag: Dienstag, Grün-Blau-Kick

Dienstag, 30. August 2011

(Bild: Felix Haberland)
(Bild: Felix Weiser)
(Bild: Jakob Würfel)
(Bild: Joachim Priesner)
(Bild: Joachim Priesner)
(Bild: Joachim Priesner)

Der zweite Tag unserer Chorfreizeit beginnt mit dem Wecken -- was allerdings bei den meisten Knaben gar nicht nötig ist, denn sie sind schon wach. Woher haben die nur diese riesige Energie? Wahrscheinlich vom guten Essen hier in der Jugendherberge, doch vor dem Frühstück beginnt der Tag mit der Morgenandacht. Das Thema dieses Jahr lautet "Unterwegs mit Jesus" und zu Beginn wird das Gleichnis vom barmherzigen Samariter erzählt und auf die Gemeinschaft im HYMNUS übertragen. Danach wird bis zum Mittag konzentriert geprobt; es stehen unter anderem Schütz' Musikalische Exequien auf dem Programm.

Nach Mittagsruhe und einer weiteren Probe steht ein Highlight der Freizeit an -- der Grün-Blau-Kick, diesmal in Form eines Turnieres. Auf dem Erpfinger Fußballplatz messen sich die Mannschaften in drei Spielen, bravourös geleitet von unserem Schiedsrichterteam. Die "Blauen" aus dem ersten Chor schießen sich auf den ersten Platz. Wie es um die Fußballkunst im HYMNUS bestellt ist, davon geben die Bilder unten einen Eindruck.

Alle sind geschafft -- aber der Tag ist noch nicht zu Ende. Nach dem Abendessen steht eine weitere Probe an, bei der wir ein Stück für sprechenden Chor von Wolfgang Stockmeier zum ersten Mal ausprobieren. In der Gute-Nacht-Geschichte -- dem Klassiker "Per Anhalter durch die Galaxis" von Douglas Adams -- wird es richtig spannend, denn es sind nur noch zwölf Minuten, bis die Erde für eine intergalaktische Umgehungsstraße gesprengt werden wird! Mit dieser Aussicht verabschieden sich die Knaben -- hoffentlich -- in ihr wohlverdientes Be

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An dieser Stelle bricht die Aufzeichnung des Tagebuches ab, da eine mit Kissen bewaffnete Knabenschar den Männerchor-Tisch stürmt. Wenn Sie in den nächsten Tagen nichts von uns hören, wissen Sie, was passiert ist ...

3. Tag: Mittwoch, Sportturniere

Mittwoch, 31. August 2011

(Bild: Joachim Priesner)
(Bild: Joachim Priesner)
(Bild: Joachim Priesner)
(Bild: Joachim Priesner)
(Bild: Felix Haberland)
(Bild: Felix Haberland)

Langsam hat sich der Freizeit-Tagesrhythmus bei den Knaben eingespielt und das morgendliche Wecken gestaltet sich problemlos. Auch die Tagebuchschreiber haben sich von der kurzen, aber heftigen Kissenschlacht erholt und präsentieren daher in gewohnter Manier den Bericht. In der Morgenandacht lernen wir, warum man seine Fähigkeiten im Leben gewinnbringend einsetzen sollte, illustriert am Gleichnis von den anvertrauten Pfunden.

Die Morgenprobe nach dem Frühstück bringt wie immer Fortschritte. Währenddessen geht die unbestechliche Zimmernoten-Jury durch das Haus und bewertet die Bemühungen der Knaben in Sachen Reinlichkeit und Ordnung. Wie in den letzten Jahren sind die Zimmer mit Namen versehen; dieses Mal sind es Figuren aus dem Comic-Klassiker "Asterix und Obelix".

Nachmittags steht eine Vielfalt an Spiel- und Sportangeboten auf dem Programm: Fußball (sowohl real als auch Tisch-), Volleyball, Tischtennis, Brettspiele und als besonderer Leckerbissen eine Simultanschachpartie, in der Herr Homburg gegen zehn Herausforderer antritt. Immerhin ein Remis und einen Sieg können die Knaben für sich verbuchen. Auch die anderen Sportarten sind gut besucht, es ist für jeden etwas dabei.

Schließlich können sich alle bei einem warmen Abendessen für die Leistunden belohnen und für die Abendprobe stärken. Der Männerchor nimmt sich wieder einmal der Herausforderung an, 70 Knaben in ihre jeweiligen Betten zu befördern - natürlich erfolgreich!

4. Tag: Donnerstag, Hymnusiade

Donnerstag, 1. September 2011

Männerchor-Zimmerdeko
Männerchor-Zimmerdeko (Bild: Joachim Priesner)
Blindlauf, der hinterste steuert
Blindlauf, der hinterste steuert (Bild: Manuel Fieber)
Der "besoffene Römer"
Der "besoffene Römer" (Bild: Manuel Fieber)
Nelken? Oder doch Zimt?
Nelken? Oder doch Zimt? (Bild: Felix Haberland)
Wasser marsch!
Wasser marsch! (Bild: Felix Haberland)
Nase nass ...
Nase nass ... (Bild: Felix Haberland)

Der Tag beginnt wie gewohnt mit der morgendlichen Andacht. Heute geht es um die friedliche Lösung von Konflikten, dabei dient die Bergpredigt als Vorlage. Nach dem gewohnten Ablauf des Vormittags und der Mittagspause beginnt ein Höhepunkt der diesjährigen HYMNUS-Freizeit - die Hymnusiade!

Nach einer packenden Eröffnungsrede und dem obligatorischem HYMNUS-Sportler-Eid nimmt das sportliche Ereignis seinen Lauf. Dieses Jahr nimmt das Freizeitthema "Asterix und Obelix" eine besondere Rolle in der Hymnusiade ein. Im Gegensatz zu den letzten Jahren sind die Gruppen altersgemischt und werden nach antiken Ländern benannt. So kann es vorkommen, dass Germanien oder Gallien im Medaillenspiegel vorkommen. Auf diese Weise spielen wir eine etwas kleinere Version der Olympischen Spiele zur Zeit des Asterix. Durch Spiele wie das "Aquädukt" - Wassertransport in Bechern, die nur im Mund gehalten werden - oder "Wildschwein würzen" - Riechen von Gewürzen - bekommt die Hymnusiade eine ganz besondere Note.

Die Sieger dürfen sich über einige der extra für diese Freizeit gedruckten Männerchor-Autogrammkarten freuen. Einige nutzen sie sogar zur Dekoration ihres Zimmers, mit dem Ziel, ihre Zimmernote zu verbessern.

Nach dem in jeder Hinsicht erfolgreichem Ende des Turnieres beenden das wie gewohnt gute Abendessen und die anschließende Probe den Tag. Erst am Ende dieses langen Tages merken wir, dass wir heute genau die Mitte der Chorfreizeit erreicht haben. Wie schnell doch die Zeit vergeht …

5. Tag: Freitag, Schach und neue Männer

Freitag, 2. September 2011

Herr Kunz und Herr Homburg bei einer spannenden Schachpartie
Herr Kunz und Herr Homburg bei einer spannenden Schachpartie (Bild: Felix Haberland)

Heute bekommt der Chor Verstärkung: Zehn zusätzliche Männerchörler reisen an, damit der Gesamtchor in voller Besetzung proben kann und der Männerchor unter der Leitung von Lucian Eller für sein Konzert am 2. Oktober in der Johanneskirche am Feuersee proben kann. Somit ist die Atmosphäre in der Jugendherberge konzentriert und produktiv. Auch die Tagebuch-Macher sind derart beschäftigt, dass die Neuigkeiten aus Erpfingen nicht in gewohnter Folge erscheinen können.

Einen Überraschungsgast können wir am Nachmittag begrüßen: Hanns-Friedrich Kunz höchstpersönlich kommt in seinem roten VW dahergefahren, um in einer Schachpartie gegen Herrn Homburg anzutreten. Umlagert von interessierten Knaben und Männerchören, die jeden Zug genauestens mitverfolgen, werden es schließlich zwei Partien, die Herr Homburg beide für sich entscheiden kann. Herr Kunz trägt das laut eigenen Worten mit Fassung, denn allein die Wiedersehensfreude ist auf beiden Seiten groß.

Am Abend steht dann ein Ereignis an, das kein Knabe verpassen darf: Deutschland spielt in der Fußball-EM-Qualifikation gegen Österreich. Das Spiel entscheiden die Deutschen mit 6:2 für sich, was die Knaben sehr freut, die Chorleitung aber weniger -- Freudenschreie und daraus resultierende heisere Stimmen vertragen sich nicht so gut mit einer Probenfreizeit. Man versucht sich also still zu freuen, ein eher schwieriges Unterfangen.

6. Tag: Samstag, Proben - Proben - Proben

Samstag, 3. September 2011

Die Gewichtung zwischen den beiden Bestandteilen des Wortes "Proben-Freizeit" wird am heutigen Samstag besonders stark auf den ersten Teil gelegt. Männer wie Knaben legen den letzten Schliff an die Stücke, die wir am morgigen Sonntag im Gottesdienst aufführen werden: "As Pants The Hart" von Händel und "The Lord Is My Shepherd" von Howard Goodall. Die werden wir auch am Sonntag in einer Woche beim Musikfest-Gottesdienst in der Stiftskirche zu Gehör bringen.

Außerdem werden die "Musikalischen Exequien" von Heinrich Schütz sehr intensiv geprobt. Die stehen Anfang November an und sind für den Chor wie für die Solisten nicht ganz einfach. Schließlich geht es in die Erpfinger Naboriuskirche für eine Stellprobe. Die vielen Proben machen so hungrig, dass wir die Küche beim Abendessen in höchste Not bringen, indem wir alles Essen bis auf die Krümel wegfuttern -- und danach immer noch nicht satt sind. Was im Übrigen auch ein Beleg für die gute Qualität des Jugendherbergsessens ist.

Am Abend bereitet Herr Homburg den Sängern eine große Freude, indem er den Abend für probenfrei erklärt. Stattdessen probt man für den Bunten Abend oder verausgabt sich am Tischkicker. Früh geht es ins Bett, denn am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen!

7. Tag: Sonntag, Gottesdienst und Bunter Abend

Sonntag, 4. September 2011

Das Moderatoren-Team
Das Moderatoren-Team (Bild: Felix Haberland)
Spiel: Wettessen
Spiel: Wettessen (Bild: Felix Haberland)
Verleihung der Hymnusiadeurkunden
Verleihung der Hymnusiadeurkunden (Bild: Felix Haberland)

Heute ist ganz frühes Aufstehen angesagt und beim Frühstück trägt man HYMNUS-Pulli und Anzug - denn es geht schon sehr bald in die Erpfinger Naboriuskirche, in der wir den Gottesdienst begleiten dürfen. Die Kirche füllt sich sehr schnell, sogar extra angereiste HYNMNUS-Familien sind hin und wieder zu entdecken. Wie Pfarrer Ziegler am Ende des Gottesdienstes sagt, ist es etwas Besonderes, wenn man auf der Schwäbischen Alb in der Kirche Applaus bekommt - wir haben ihn uns anscheinend verdient.

Mittags läuft die Vorbereitung für den Bunten Abend auf Hochtouren und von 16 bis 18 Uhr findet ein erster Versuch statt, die Exequien von Schütz am Stück und mit allen Solo-Partien zu proben. Vielen wird nun klar, welch eine tolle Musik da vor uns liegt. Der Spaß am Werk ist bei allen Beteiligten im Raum zu spüren.

Nach dem Abendessen steigt die Vorfreude auf den Bunten Abend immer mehr an. Als sich die Tore zum großen Saal öffnen, sind die besten Plätze bald belegt. Und schon geht es los mit den Darbietungen der Knaben: So fliegen Diabolos scheinbar schwerelos durch den Raum, Männerchor-Lotti-Gesänge werden von Knaben oktaviert und sehr gut vorgetragen, es werden selbst gedrehte Filme gezeigt oder Männer werden bei einem lustigen Wettessen von "blinden" Knaben gefüttert. Der Männerchor steuert mit seinem Freizeitsong den Schlusspunkt bei - wie jedes Jahr mit selbst getexteten Lyrics und dieses Mal zur Melodie von Reg Presleys "Love is all around". Nicht fehlen darf die Verteilung der Hymnusiaden-Urkunden und der Preise für die am besten aufgeräumten Zimmer.

Ein letztes Mal werden die Knaben nun ins Bett geschickt. Sicher ist, dass dieser Abend allen Beteiligten lange im Gedächtnis bleiben wird.

8. Tag: Montag, Abreise

Montag, 5. September 2011

Der letzte Tag der Freizeit ist angebrochen und nach der Andacht und dem Frühstück werden die Zimmer geräumt: Kehren, Betten abziehen und Koffer packen steht nun an. Ein letztes Mal schreiten wir zur Probe, auf dem Programm stehen "As Pants The Hart" von Händel und die Musikalischen Exequien von Schütz.

Im Anschluss zur Probe gibt es zum Mittag Chili con Carne, zum Dank bekommt das Küchenteam ein "Laudate omnes gentes" am Ende des Mittagessens vorgetragen.

Nun dauert es nicht mehr lange, bis der Bus vorfahren und den B-Chor ausladen sowie den C-Chor einladen wird. In dieser Aufbruchsstimmung wird der Fußball-Betonplatz ein letztes Mal bespielt.

Als der Bus beladen ist und alle an Bord sind, lassen wir die Jugendherberge, den B-Chor und die vier übrig gebliebenen, für den B-Chor zuständigen Betreuer zurück. Ihnen wünschen wir natürlich noch viel Spaß in der nächsten Woche -- vielleicht melden sie sich auch einmal hier im Tagebuch.

Im Bus werden die restlichen MC-Autogrammkarten verteilt, sodass jeder wirklich alle Karten besitzt und als Erinnerung bewahren kann.

Auch wir werden diese Freizeit in guter Erinnerung behalten und verabschieden uns hiermit von den Leserinnen und Lesern des Freizeittagebuches. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen und wir freuen uns schon auf das nächste Reisetagebuch. Außerdem bedanken wir uns bei allen fleißigen Fotografen.

Bis zum nächsten Mal!
Joachim Priesner, Jakob Würfel

1. Tag der B-Chor-Freizeit und Anreise: Montag

Montag, 5. September 2011

Der B-Chor beim ersten Mahl
Der B-Chor beim ersten Mahl (Bild: Rainer Johannes Homburg)

Der letzte Tag des C-Chor-Freizeitabenteuers begann nach einer relativ kurzen Nacht mit einer Andacht, die die Geschichte vom verlorenen Sohn zum Inhalt hatte. Nach dem Frühstück galt es, die Zimmer zu räumen und das Gepäck zur Abreise bereit zu machen. Die darauf folgende, letzte Probe galt der Vorbereitung des Gottesdienstes am Sonntag nach der Freizeit sowie den ersten beiden Teilen der Musikalischen Exequien.

Nach dem Mittagessen fanden die arbeitsamen Tage ihren sportlichen Abschluss beim letzten Kick mit Knaben und Männern bis der Bus mitsamt B-Chörlern und Frau Schwellnuß eintraf.

Während das neue Gepäck in die Jugendherberge geschleppt wurde, konnten die C-Chörler wie gewohnt kaum die Öffnung der Bustüren erwarten. Um die Abfahrt der Truppe zu verhindern, bildete das verbleibende Betreuerteam eine Sitzblockade vor dem Bus, die nach Körperkontakt zwischen Mensch und Maschine erst durch ein Hupen aufgelöst werden konnte. Und da fuhren sie von dannen, die treuen Gefährten.

Nach einer Begrüßung und der Zimmereinteilung durch Frau Ott bezogen die neu angereisten B-Chörler Zimmer und Betten und machten sich mit der Jugendherberge vertraut. Kuchen und Tee folgten auf Spiel und Spaß, wodurch sich die Neuankömmlinge schnell wohlfühlen und auf ihre erste Probe vorbereiten konnten.

Dem reichhaltigen Abendessen und einer kurzen Abendprobe folgte mit "Per Anhalter durch die Galaxis" die Gute-Nacht-Geschichte inklusive origineller Stimmimitationen, bevor sich alle Knaben schnell auf ins Bett machten. Wirklich alle Knaben? Nein! Ein von unbeugsamen Knaben bevölkertes Zimmer hört nicht auf, den Männerchören Widerstand zu leisten…

2. Tag der B-Chor-Freizeit: Dienstag

Dienstag, 6. September 2011

An der Sommerkirchhöhle
An der Sommerkirchhöhle (Bild: MaMaS)
In Kleingruppen unterwegs
In Kleingruppen unterwegs (Bild: MaMaS)
Wippen auf dem Waldspielplatz
Wippen auf dem Waldspielplatz (Bild: MaMaS)

Nach einer ruhigen ersten Nacht beschäftigte sich die Morgenandacht mit dem barmherzigen Samariter, der den meisten Sängern bereits wohl bekannt war. Das reichhaltige Frühstück stärkte für die anstehenden Proben von Stücken aus dem Weihnachtsoratorium und weiteren Chorälen. Die freie Zeit nach der Probe wurde mit einem Männer-Knaben-Kick, mit Erkundungen des Jugendherbergsgeländes oder Spielen im und ums Haus verbracht, bevor ein "Aller Augen warten auf Dich, Herre" auf die leckere Pizza einstimmte.

Auf die Mittagsruhe folgte eine kurze Probe -und darauf ein Ausflug in den Wald. In Kleingruppen verließen wir die Jugendherberge und bereiteten auf dem Weg zur Sommerkirchhöhle jeweils eine Szene aus einem Märchen zur pantomimischen Darstellung vor. Hätte jemand dieses Schauspiel beobachtet, ihm wäre ein "Die Spinnen, die Hymnusianer" über die Lippen gegangen. An der Höhle, einer steinzeitlichen Jagdstation, machten wir Rast, aßen Kuchen und ließen die anderen Gruppen die vorgespielten Märchenszenen erraten. Der anschließende Besuch des am Waldrand gelegenen Spielplatzes bot Gelegenheit zum Toben und Klettern, Schaukeln und Wippen. Auf das Abendessen und eine kurze Abendprobe folgte die Fortsetzung der Gute-Nacht-Geschichte, bevor alle müde in ihre Betten fielen.

3. Tag der B-Chor-Freizeit: Mittwoch

Mittwoch, 7. September 2011

Fang den Hut
Fang den Hut (Bild: MaMaS)
Simultan-Schach gegen Herrn Homburg
Simultan-Schach gegen Herrn Homburg (Bild: MaMaS)
Bannemann auf dem JuHe-Gelände
Bannemann auf dem JuHe-Gelände (Bild: MaMaS)

Einer kalten Nacht folgte ein langsamer Morgen, der durch ein "Danke für diesen guten Morgen" jedoch schnell an Fahrt gewann. Der "Speisung der Fünftausend" als Andachtsthema folgte die Speisung der wilden Meute, um sie für den Tag zu stärken. Nach einer Probe mit Chorälen aus dem Weihnachtsoratorium wie beispielsweise "Fallt mit danken, fallt mit loben" wurde der regenfreie Moment dazu genutzt, auf dem Sportplatz als Teambuilding-Maßnahme ein Spinnennetz zu spannen. Schnell wandelte sich das Spiel in "Fang-den-Männerchor", was erst durch den Ruf zum Mittagessen mit einem Sieg der Knaben endete. Nach aller Anstrengung waren Tomatensuppe und Kaiserschmarren mit Kirschkompott sehr willkommen und schnell verspeist.

Der Mittagspause folgte eine Simultan-Schach-Partie gegen Herrn Homburg, bei der acht Knaben ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Unsere restlichen Gallier widmeten sich verschiedener Spiele wie Mühle, Fang-den-Hut oder Tischkicker, um später gemeinsam nochmals bei Bannemann und einer selbst organisierten Runde "Räuber und Gendarm" die frische Luft zu genießen. Nach Abendessen und Gute-Nacht-Geschichte fielen alle erledigt ins Bett -und machten sich bereits Gedanken zu den Abenteuern des folgenden Tages.

4. Tag der B-Chor-Freizeit: Donnerstag

Donnerstag, 8. September 2011

HYMNUSIADE – Die Athleten vor dem hymnischen Eid
HYMNUSIADE – Die Athleten vor dem hymnischen Eid (Bild: MaMaS)
Beim Luftfußball
Beim Luftfußball (Bild: MaMaS)
Die abendliche Gute-Nacht-Geschichte
Die abendliche Gute-Nacht-Geschichte (Bild: MaMaS)

Der heutige Tag begann vor dem Frühstück mit einer Andacht zum Zöllner Zachäus. Vor dem Mittagessen wurde geprobt und gekickt, bis nach der Mittagsruhe die diesjährige HYMNUSIADE feierlich eröffnet wurde. In fünf Disziplinen traten die hymnischen Wettkämpfer an und fädelten sich auf eine Wäscheleine auf, merkten sich im Souvenirshop möglichst viele Asterix-Gegenstände, bezwangen beim "betrunkenen Römer" einen Geländeparkour, schätzten beim Marathonlauf eine Entfernung von 42,5m und stellten ihre Fähigkeiten im Basteln von Papierfliegern unter Beweis.

Nach einer weiteren Probe und leckerem Abendessen begann der traditionelle bunte Abend mit einer Flugschau im Foyer der Jugendherberge. Hierbei traten die am Mittag gebastelten Papierflieger gegeneinander an und flogen bis zu 5,50m weit. Die eigens dafür angereiste Männerchor-Abordnung bewertete als Jury zusätzlich Aussehen und Faltqualität der Flieger und verkündeten die B-Noten. Julian, unser Jüngster, sorgte mit Apfeltauchen und souveränder Moderation für Abkühlung und Unterhaltung, als er die Herren mit dem Mund schwimmende Äpfel aus einer Schale mit Wasser fischen ließ. Auf das Kräftemessen am Nachmittag folgte nun die Verleihung der Urkunden für die HYMNUSIADE, bevor wir nach einer Runde Luftfußball zur Verkündung der lange ersehnten Zimmernoten und der Belohnung für aufgeräumte Zimmer schritten. Im Anschluss an das vom Betreuerteam zum Besten gegebene Freizeitlied las Herr Homburg einen weiteren Teil der Gute-Nacht-Geschichte vor -und danach begann die letzte Nacht in der Erpfinger Jugendherberge.

5. Tag der B-Chor-Freizeit und Abreise: Freitag

Freitag, 9. September 2011

Die letzte Andacht hatte das Gleichnis vom verlorenen Sohn zum Inhalt. An einem Tag, an dem auch wir alle wieder zu unseren Familien zurückkehrten. Auch wenn wir die Woche über nicht "verloren" waren, passte die Thematik doch zum Tagesgeschehen.

Nach Frühstück und dem Räumen der Zimmer fand noch eine letzte Probe statt, die von Kicken und verschiedenen anderen Spielen gefolgt war. Zum Abschied gab es Gyros zum Mittagessen, zum Nachtisch Milchreis für uns und ein "Zwei kleine Wölfe" als Dank für die Küche. Mit der Ankunft des Busses endete unsere schöne und abenteuerreiche Zeit in Erpfingen. Und mit der Rückkehr der B-Chörler in die Arme ihrer sehnlichst am Chorheim wartenden Eltern die diesjährige(n) Freizeit(en).

Schön war es, Ihr ward spitze, Jungs! Eure MaMaS