Chorfreizeit 2015 in Ortenberg

Dies Puerorum I – Alte und neue Gesichter

Montag, 31. August 2015

Seit wann sind unsere Busse silbern?! Normalerweise sind wir es gewöhnt, im feuerroten Hymbus zu fahren. Dieses Jahr ist alles anders, auch, so stellt sich später heraus, die Route zur Herberge ist etwas modifiziert und führt uns im Zick-Zack-Kurs durch idyllische Badener Industriegebiete. Auch 16 B-Chor-Knaben sind dieses Jahr von Beginn an mit dabei.

Anders ist auch die Besetzung des Chorleiterteams. Natürlich ist Herr Homburg mit von der Partie. Neben den bewährten Assistenten Frau Krämer-Hübner und Herrn Weible sind der neue B-Chor-Leiter Herr Martínez, Frau Homburg und Herr Stahr mit an Bord.

Das wichtigste für die Jungs des B- und C-Chors dürfte allerdings das Betreuerteam sein. Allen voran Frau Ott und Frau Schwellnuß, die von 17 hoch motivierten Männerchörlern unterstützt werden. Schon seit Wochen bereiten Teams aus dem Kreis der Männer verschiedene Spiele, Andachten usw. vor. Es kann also nur gut werden.

Sonnige Grüße aus Ortenberg.

PS.: Über Württemberg lacht die Sonne, über Baden die ganze Welt.

Tag 2 – Einer geht, ein anderer kommt

Dienstag, 1. September 2015

Hier alle neuen C-Chörler
01.09.2015 Hier alle neuen C-Chörler (Bild: Lorenz Würfel)
Turmbesichtigung
03.09.2015 Turmbesichtigung (Bild: Lorenz Würfel)
Windige Angelegenheit auf dem Bergfried
01.09.2015 Windige Angelegenheit auf dem Bergfried (Bild: Lorenz Würfel)
Philip erklärt dem Chor das Spiel
01.09.2015 Philip erklärt dem Chor das Spiel (Bild: Jakob Würfel)
Hier kann man Personal anheuern: bei Florian und der Agentur für Arbeit
01.09.2015 Hier kann man Personal anheuern: bei Florian und der Agentur für Arbeit (Bild: Jonathan Psenicka)
Hier werden Geschäfte abgewickelt, Leon ist der Börsenchef
01.09.2015 Hier werden Geschäfte abgewickelt, Leon ist der Börsenchef (Bild: Jonathan Psenicka)
Der Zwischenstand des Spiels wird ständig live angezeigt
01.09.2015 Der Zwischenstand des Spiels wird ständig live angezeigt (Bild: Jonathan Psenicka)
Hier verhandelt eine Gruppe mit dem Charakter "Frank-Walter Steinmeier"
01.09.2015 Hier verhandelt eine Gruppe mit dem Charakter "Frank-Walter Steinmeier" (Bild: Jonathan Psenicka)
Gösta ist als Chef der Black-Bank für die krummen Geschäfte zuständig.
01.09.2015 Gösta ist als Chef der Black-Bank für die krummen Geschäfte zuständig. (Bild: Jonathan Psenicka)
reges Treiben im Burg-Keller
03.09.2015 reges Treiben im Burg-Keller (Bild: Lorenz Würfel)

Wir müssen der innovativste Chor der Welt sein! Neben die ganzen Neuerungen von gestern gesellen sich heute ein neues Repertoire, ein neuer FSJler und ein neues Großgruppenspiel.

Der 1. September ist immer ein besonderes Datum. Dann nämlich fängt ein neues FSJler-Jahr an. Vor dem Frühstück wurde Jonathan, der neue FSJler, von Herr Homburg offiziell ins Amt eingeführt. Und weil Jonathan vor dem FSJ noch nicht im Hymnus war, hat sich der Männerchor etwas Besonderes ausgedacht. Jonathan wurde zum Ehrenmitglied im Männerchor ernannt. Er ist jetzt stolzer Besitzer eines ganz besonderen MC-Pullis.

Danach folgten die ersten morgendlichen Proben, in denen Teile des bereits angesprochenen Repertoires geprobt wurden. Zur Freude vieler erfahrenerer Sänger ist unter anderem das Mozart-Requiem wieder dabei, dazu kam am heutigen Tage die Motette „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ von Kurt Thomas, einem aus der Reihe der berühmten Thomaskantoren und Nachfolger Johann Sebastian Bachs auf dieser Stelle. Bach selbst war in den Proben natürlich auch präsent, denn der B-Chor probte bereits fleißig die Choräle des Weihnachtsoratoriums.

Nach Mittagessen, Mittagsruhe und Mittagsprobe stand für die Knaben heute ein besonderes Nachmittagsprogramm auf dem Spiel. 12 Gruppen mit jeweils 5-8 Mitgliedern hatten zur Aufgabe, eine eigene Airline zu gründen und zu einem Weltkonzern zu machen. Dafür mussten sie möglichst viele Flugmeilen sammeln, welche an verschiedenen Stationen mit Rohstoffen gekauft werden konnten, die man sich wiederum an anderen Stationen zu besorgen hatte, so dass das Burg-/JuHe-Gelände einem riesigen Spielbrett glich. Zwei Stunden lang wurden erfolgreich Rohstoffe gesammelt und investiert, es wurde gefeilscht und gehandelt.

Nach Abendessen und Abendprobe folgte für die älteren C-Chörler, unsere Oldies, ein Abendprogramm mit dem beliebten Spieleklassiker „Werwolf“, während die jüngeren C-Chörler und die B-Chörler jeweils ihrer „Gute-Nacht-Geschichte“ lauschten, ehe es dann in die Betten ging. 

Tag 3 – Endlich rollt der Ball

Mittwoch, 2. September 2015

Grün-Blau Kick
02.09.2015 Grün-Blau Kick (Bild: Jonathan Psenicka)
Zweikampf
02.09.2015 Zweikampf
kleine Pause
02.09.2015 kleine Pause (Bild: Felix Haberland)
Freude
02.09.2015 Freude (Bild: Lorenz Würfel)
Das Siegerteam
02.09.2015 Das Siegerteam (Bild: Lorenz Würfel)
Wikingerschach
02.09.2015 Wikingerschach (Bild: Felix Haberland)
Strike
02.09.2015 Strike (Bild: Felix Haberland)
Wurf
02.09.2015 Wurf (Bild: Felix Haberland)

Der zweite Morgen brach an und im Gegensatz zu gestern blieben auch die Knaben etwas länger ruhig. Auf den Gängen fand also nicht schon seit 6 Uhr Ramba-Zamba statt, sondern es herrschte fast Stille, was vor allem die Männerchörler freute.

Jeder Tag beginnt mit der gemeinsamen zehnminütigen Morgenandacht. Danach geht es dann zum Frühstück. Wir werden bestens versorgt. Es gibt immer verschiedene Müsli-Sorten oder Brötchen mit Käse und Wurst. Danach müssen die Knaben die Zimmer für die Zimmernoten schön herrichten, ehe es in die lange Morgenprobe geht. Nach der Probe gibt es schon ein leckeres Mittagessen. In der anschließenden Mittagspause „dürfen“ die Knaben still auf ihren Zimmern Kraft tanken. Vor dem Nachmittags-Freizeit Programm findet nochmals eine kurze Mittagsprobe statt.

Heute stand als Freizeitprogramm der beliebte Grün-Blau-Kick auf dem Plan. Alle Sänger wurden in Teams eingeteilt. Drei grüne und drei blaue Teams kämpften im Turnier-Modus gegeneinander. Jedes grüne Team hatte eine Partie gegen jedes blaue zu absolvieren, wobei die Spielergebnisse der einzelnen Partien immer in einen großen allgemeinen Spielstand Grün vs. Blau eingetragen wurden. Am Ende setzten sich die grünen Teams erfolgreich durch. Die Belohnung: Der begehrte Grün-Blau-Kick-Pokal und ein Spiel gegen die Männerchor-Auswahl, das mit einem äußerst spannenden Unentschieden endete.

Die Jungs, die nicht die großen Fußballfans sind, langweilten sich trotzdem nicht. Es gab nämlich einige Angebote neben dem Platz. Zum Beispiel das „Wikingerschach“: Zwei Teams versuchen jeweils die Holzklötze des Gegners umzuwerfen, um am Ende den König zu stürzen.

Nach diesem sportlichen Mittag stand in der Jugendherberge für alle Jungs zunächst einmal eine Dusche auf dem Programm. Während die jüngeren C-Chörler nach Abendessen und Probe einer weiteren Episode der „Känguru-Chroniken“ zuhörten, hatten die Oldies die Aufgabe im Kasino im Spielekeller der Burg möglichst viele „HYen“ (die diesjährige Hymnus-Währung) zu sammeln, um bei der Wahl des Gewerkschaftsführers von „Cockpit“ die Wahlmänner von ihrem Kandidaten „überzeugen“ zu können

Nach diesem langen ereignisreichen Tag waren alle etwas erschöpft. Aber morgen geht es natürlich weiter …

Tag 4 – HYMNUSIADE

Donnerstag, 3. September 2015

Für besondere Kreativität gibt es extra Punkte bei den Zimmernoten.
03.09.2015 Für besondere Kreativität gibt es extra Punkte bei den Zimmernoten. (Bild: Lorenz Würfel)
Triff die Erbse
03.09.2015 Triff die Erbse (Bild: Lorenz Würfel)
Erbsenhauen bei Sinan
03.09.2015 Erbsenhauen bei Sinan (Bild: Lorenz Würfel)
Welcher Papierflieger kommt am weitesten?
03.09.2015 Welcher Papierflieger kommt am weitesten? (Bild: Lorenz Würfel)
Papierfliegerweitwurf
03.09.2015 Papierfliegerweitwurf (Bild: Lorenz Würfel)
Schmerzen: Krugstemmen
03.09.2015 Schmerzen: Krugstemmen (Bild: Lorenz Würfel)
Die Zuschauerränge bei der Spacesau
03.09.2015 Die Zuschauerränge bei der Spacesau (Bild: Lorenz Würfel)
Streichholzturmbau
03.09.2015 Streichholzturmbau (Bild: Lorenz Würfel)
Konzentration!
03.09.2015 Konzentration! (Bild: Lorenz Würfel)
Teebeutelweitwurf
03.09.2015 Teebeutelweitwurf (Bild: Lorenz Würfel)
03.09.2015  (Bild: Lorenz Würfel)
03.09.2015  (Bild: Lorenz Würfel)
03.09.2015  (Bild: Lorenz Würfel)
03.09.2015  (Bild: Lorenz Würfel)
schwere Angelegenheit
03.09.2015 schwere Angelegenheit (Bild: Lorenz Würfel)
Wasser
Wasser (Bild: Lorenz Würfel)
Wasser weiter geben
03.09.2015 Wasser weiter geben (Bild: Lorenz Würfel)
Das diesjährige Männerchor-Team
03.09.2015 Das diesjährige Männerchor-Team (Bild: Daniel Martínez-Corvera)

Heute stand als Nachmittags-Programm die traditionsreiche Hymnusiade auf dem Programm. In verschiedenen Disziplinen ging es nach dem olympischen Prinzip: Höher, Schneller, Weiter.

Am Anfang der Hymusiade gab es eine Eröffnungs-Zeremonie im Schlosshof mit Fackeln und mit Lampen. Beim Hymnischen-Eid mussten alle Sportler geloben, fair zu sein.

Eine Station, die es schon immer gibt, ist die „Spacesau“. Eigentlich ein ganz einfacher Parcours, der auf Zeit durchlaufen werden muss. Der Haken ist, dass man sich davor 20 Mal um eine Flasche drehen muss. Der daraus resultierende Schwindel ist danach erstmal zu bewältigen. Ein davor einfacher Parcours ist nun zu einer Herausforderung geworden.

Eine weitere traditionelle Station, die nicht fehlen darf, ist das „Teebeutelweitwerfen“. Das Ende der Teebeutelschnur muss zwischen die Zähne genommen und geschleudert werden. Bei einer weiteren Station sollte das Team, ohne die Hände zu benutzen, Wasser über eine Strecke transportieren. Jeder Knabe bekam dafür lediglich einen Plastik-Becher. Dann gab es da noch das „Krugstemmen“, bei der nächsten Station musste man einen Papierflieger bauen, dann gab es noch die Station „Streichhölzer stapeln“ und zu guter Letzt das „Erbsen hauen“.

Tag 5 – Das "MC-Feature"

Freitag, 4. September 2015

Der B-Chor muss sich leider schon verabschieden.
04.09.2015 Der B-Chor muss sich leider schon verabschieden.
Meilen-Zwischenstand
04.09.2015 Meilen-Zwischenstand (Bild: Timo Zandonella)
Hier die Pilotenschule
04.09.2015 Hier die Pilotenschule (Bild: Timo Zandonella)
Der AIRBUS-Charakter ist unverkennbar
04.09.2015 Der AIRBUS-Charakter ist unverkennbar (Bild: Felix Haberland)
Verhandlungen über neue Flugzeuge von Airbus
04.09.2015 Verhandlungen über neue Flugzeuge von Airbus (Bild: Timo Zandonella)
weitere Verhandlungen um Rohstoffe
04.09.2015 weitere Verhandlungen um Rohstoffe (Bild: Timo Zandonella)
Mit Spannung wird der Zwischenstand beobachtet
04.09.2015 Mit Spannung wird der Zwischenstand beobachtet (Bild: Lorenz Würfel)
Hier wird um Kerosin verhandelt
04.09.2015 Hier wird um Kerosin verhandelt (Bild: Timo Zandonella)
Arbeit am Tower
04.09.2015 Arbeit am Tower (Bild: Timo Zandonella)

Heute stand als Nachmittagsprogramm die Fortsetzung des Airline-Spiels an. Wieder wurde stundenlang um die meisten Meilen gekämpft. Das Spiel bekam eine überraschende Eigendynamik, als die Charaktere, die Rohstoffe verteilten, plötzlich anfingen Airlines aufzukaufen. Die größten Parteien waren der Öl-Scheich und der deutsche Außenminister. Das Ergebnis des Spiels wird bis zum Bunten Abend jedoch noch geheim gehalten.

Außerdem nutzen wir diesen Tag, um das diesjährige „MC-Feature“ vorzustellen. Jedes Jahr gibt es dieses „MC-Feature“, welches z.B. ein Sammelquartett oder Autogrammkarten zum Sammeln sein kann. Dieses Jahr ist es ein Stickeralbum. Von der Chorleitung und jedem Männerchörler gibt es einen Sticker. Im zugehörigen Heft sind „Panini-like“ wichtige Angaben zur Person vermerkt (Geburtsdatum, Lieblingslied, Spitzname, …). Je nach Verhalten und Zimmernoten dürfen jeden Tag mal mehr und mal weniger Klebe-Sticker gezogen werden. Die Knaben sind fleißig am Tauschen und Sammeln. Die jungen C-Chörler lernen schnell die Namen und Gesichter im Männerchor kennen und man hat vor allem für alle Zeiten ein schönes Andenken an diese besondere Zeit im Hymnus-Chor. Mancher heutiger Männerchörler hat noch die Sammelkarten aus der eigenen Knaben-Zeit.

Tag 6 – Turniere und das „Oldie-Programm“

Samstag, 5. September 2015

Schachturnier im Gartensaal
05.09.2015 Schachturnier im Gartensaal (Bild: Lorenz Würfel)
Sinan erklärt wie´s geht!
05.09.2015 Sinan erklärt wie´s geht! (Bild: Lorenz Würfel)
Basketballturnier im Schlosshof
05.09.2015 Basketballturnier im Schlosshof (Bild: Lorenz Würfel)
dynamische Abwehr
05.09.2015 dynamische Abwehr (Bild: Lorenz Würfel)
Tischkickerturnier
05.09.2015 Tischkickerturnier (Bild: Lorenz Würfel)
Fußballkegeln
06.09.2015 Fußballkegeln (Bild: Lorenz Würfel)
Die Flaschen müssen als Kegel herhalten.
05.09.2015 Die Flaschen müssen als Kegel herhalten. (Bild: Lorenz Würfel)
Der Schuss saß!
05.09.2015 Der Schuss saß! (Bild: Lorenz Würfel)
Tischtennisturnier
05.09.2015 Tischtennisturnier (Bild: Lorenz Würfel)
Das Wikingerschach-Spielfeld im "Rosengarten"
05.09.2015 Das Wikingerschach-Spielfeld im "Rosengarten" (Bild: Lorenz Würfel)
Bloß nicht den König treffen
05.09.2015 Bloß nicht den König treffen (Bild: Lorenz Würfel)
Konzentration beim Wurf
05.09.2015 Konzentration beim Wurf (Bild: Lorenz Würfel)

Nach dem gewohnten Morgen gab es mittags  Turnier- oder Spiel-Angebote, an denen die Knaben teilnehmen durften. Angeboten wurde ein Schachturnier, ein Tischtennisturnier, Fußballkegeln, Basketball, Wikingerschach und ein Klavierwettbewerb. Insgesamt war der Tag aber entspannt, weil man nicht an den Turnieren teilnehmen musste, sondern auch mal Zeit zum Spielen, Toben oder Ausruhen hatte. Nach all den vollgepackten und anstrengenden Tagen war solch ein etwas ruhigerer Nachmittag sehr willkommen.

Am Abend fand noch die Generalprobe für den Gottesdienst am Sonntagmorgen statt.

Wenn die C-Chörler der Gutenachtgeschichte im Gartensaal lauschen, machen sich jeden Abend ein gutes Dutzend ältere C-Chörler auf den Weg zum Oldie-Programm. Jeder Knabe, der 13 ist, wird als Oldie bezeichnet und bekommt ein etwas anderes Abend-Programm. Da spielt man dann ein „Knicklichter-Spiel“ im finsteren Wald, muss in den düsteren Weinbergen Rohstoffe für den Burgenbau suchen, spielt entspannt Werwolf oder schaut ein Fußballspiel im Rittersaal. Es ist also immer Programm für unsere ältesten Knaben geboten.

Tag 7 – Durch die Weinberge

Sonntag, 6. September 2015

Gottesdienst in Offenburg, Stadtkirche
06.09.2015 Gottesdienst in Offenburg, Stadtkirche (Bild: Berit Kramer)
Gottesdienst in Offenburg, Stadtkirche
06.09.2015 Gottesdienst in Offenburg, Stadtkirche (Bild: Berit Kramer)
In kleinen Wandergruppen geht es zum Grillplatz
06.09.2015 In kleinen Wandergruppen geht es zum Grillplatz
Unser Grillmeister Florian
06.09.2015 Unser Grillmeister Florian (Bild: Lorenz Würfel)
Hier gibt´s Würstchen im Brötchen...
06.09.2015 Hier gibt´s Würstchen im Brötchen... (Bild: Lorenz Würfel)
.... mhhh ...
06.09.2015 .... mhhh ... (Bild: Lorenz Würfel)
.... lecker!
06.09.2015 .... lecker! (Bild: Lorenz Würfel)
Zum Glück gibt es direkt neben der Grillstelle einen Kickplatz
06.09.2015 Zum Glück gibt es direkt neben der Grillstelle einen Kickplatz (Bild: Lorenz Würfel)
Konspiratives Gespräch
06.09.2015 Konspiratives Gespräch (Bild: Lorenz Würfel)
Herr Homburg testet die Wippe
06.09.2015 Herr Homburg testet die Wippe (Bild: Lorenz Würfel)

Eine schöne Tradition auf der Sommer-Probenfreizeit ist es, dass der HYMNUS einen Gottesdienst im Ort mitgestaltet. Auf diese Weise sind wir nicht nur abgeschottet auf unserer Burg, sondern zeigen auch in der Stadt Präsenz – und es gibt uns die Gelegenheit, Stücke aus dem neu einstudierten Repertoire erstmals zur Aufführung zu bringen.

Noch früher als sonst wurden daher die Knaben aus den Betten gescheucht. Einem verschlafenen Frühstück folgte die Busfahrt in die nahe gelegene Kreisstadt Offenburg mit ihrer Stadtkirche. Umrahmt von Albert Beckers Choralbearbeitung "Morgenglanz der Ewigkeit" und John Rutters "Alle Dinge dieser Welt" (All things bright and beautiful) wurde der musikalisch vielseitige Gottesdienst, in dessen Mitte eine spannend erzählte Predigt um die Heilung der zehn Aussätzigen (Lukas 17) stand. Die Gemeinde sang mit dem Chor in Kurt Thomas' "Erhalt uns, Herr"; den Psalm übernahm der Chor mit Beckers "Einen anderen Grund kann niemand legen".

Die kurze Wanderung zum Grill- und Fußballplatz im Stadtteil Fessenbach legten wir fröhlich und bei trockenem Wetter zurück – die Anmerkung des Pfarrers, unsere Knaben strahlten ja schon wie der Sonnenschein, hatte offensichtlich ihre Richtigkeit gehabt. Gestärkt durch Gegrilltes, fertig vom Fußballspielen und wenn nötig verarztet von Frau Ott mit ihrem Arzneikasten fehlte es uns tatsächlich an nichts. So traten wir den Rückweg zum Schloss ebenfalls zu Fuß über den Ortenberger Panoramaweg an, wunderschöne Blicke in die Rheinebene inklusive.

Da man auf einer Probenfreizeit keine wertvolle Probenzeit freilassen kann, gönnten wir uns nach dem Abendessen noch einen entspannten Durchlauf der bisher erarbeiteten Teile aus Mozarts Requiem. Und wie immer gab es für die Oldies noch ein besonderes Schmankerl in Form eines Rohstoffhandel-Spiels im Dunkeln um die Burg. So endete der Tag, wie er angefangen hatte: mit sehr müden Knaben.

Tag 8 – Schlag den Männerchörler

Montag, 7. September 2015

Nicolas führt in das Spiel "Schlag den MC" ein
07.09.2015 Nicolas führt in das Spiel "Schlag den MC" ein (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Diese Gruppe wurde von Roland geschlagen.
07.09.2015 Knaben vs. MC: Diese Gruppe wurde von Roland geschlagen. (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Diese Gruppe kämpfte hart und verlor nur sehr knapp gegen Jakob
07.09.2015 Knaben vs. MC: Diese Gruppe kämpfte hart und verlor nur sehr knapp gegen Jakob (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Sinan wurde von dieser Gruppe regelrecht auseinandergenommen.
07.09.2015 Knaben vs. MC: Sinan wurde von dieser Gruppe regelrecht auseinandergenommen. (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Diese Gruppe konnte Lorenz besiegen.
07.09.2015 Knaben vs. MC: Diese Gruppe konnte Lorenz besiegen. (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Simeon gewann spielend gegen diese Gruppe
07.09.2015 Knaben vs. MC: Simeon gewann spielend gegen diese Gruppe (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Jonathan wurde von dieser Gruppe geschlagen.
07.09.2015 Knaben vs. MC: Jonathan wurde von dieser Gruppe geschlagen. (Bild: Lorenz Würfel)
Knaben vs. MC: Diese Gruppe konnte sich leider nicht gegen Timo durchsetzten.
07.09.2015 Knaben vs. MC: Diese Gruppe konnte sich leider nicht gegen Timo durchsetzten. (Bild: Lorenz Würfel)
Vorbereitungen auf den Papierflieger-Wurf
07.09.2015 Vorbereitungen auf den Papierflieger-Wurf (Bild: Nicolas von Hauff)
Wer sieht den Flieger?
07.09.2015 Wer sieht den Flieger? (Bild: Nicolas von Hauff)
Essiggurkenwettessen
07.09.2015 Essiggurkenwettessen (Bild: Nicolas von Hauff)
Der Gummibär kommt!
07.09.2015 Der Gummibär kommt! (Bild: Lorenz Würfel)
So wird der Tannenzapfen geschossen ....
07.09.2015 So wird der Tannenzapfen geschossen .... (Bild: Lorenz Würfel)
.... und in diesen Feldern soll der Tannenzapfen landen.
07.09.2015 .... und in diesen Feldern soll der Tannenzapfen landen. (Bild: Lorenz Würfel)
Hier wird eifrig geschossen!
07.09.2015 Hier wird eifrig geschossen! (Bild: Lorenz Würfel)
Das Quiz-Duell auf dem Bergfried
07.09.2015 Das Quiz-Duell auf dem Bergfried (Bild: Nicolas von Hauff)

Heute stand endlich das Geländespiel auf der Tagesordnung. Diesmal mit dem ganz besonderen Titel „Schlag den MC“. Die Jungs wurden in kleine Gruppen ein- und einem Männerchörler zugeteilt. Diesen Männerchörler musste das Team an sieben verschiedenen Stationen, die im weiteren Umfeld der Burg verteilt waren, besiegen.

Die erste Station knapp oberhalb der Burg war das „Papierfliegerweitwerfen“. Jeder, der wollte, durfte einen Papierflieger bauen und gegen den Männerchörler antreten. Wem der weiteste Wurf gelang, gewann die Station. Etwas weiter den Weinberg hinauf kam man zum „Essiggurken-Wettessen“. Wie der Name schon sagt, mussten sechs Essiggurken gegessen werden. Obendrauf kam dann noch ein ganzer Becher voll „leckerem“ Essiggurkenwasser. Wer alles verschlang und als erstes pfeifen konnte, gewann diese Disziplin.

Wenn man bedenkt, dass sich die Knaben abwechseln konnten, aber die MCs immer antreten mussten, war die nächste Station für den mit Essiggurken gefüllten Magen des MCs eine Bewährungsprobe: „Gummibärchen-Werfen-Fangen-Essen“. Im Klartext musste man ein Gummibärchen in die Luft werfen und mit dem Mund auffangen und genüsslich verspeisen.

Inzwischen im Wald ging es zum „Tannenzapfen-Schießen“. Mit einer Schussvorrichtung, die man auf dem Rücken liegend und zwischen die beiden Füße gespannt benutze, musste man in markierte Bereiche schießen. Der Bereich „A“ gab 2 Punkte, der Bereich „B“ 3 Punkte, usw. Je mehr Punkte der Bereich brachte, desto schwerer war dieser aber auch zu treffen.

Als nächstes musste man einen Luftballon bis zum Platzen aufblasen. Hier hatten Jungs, die ein Blasinstrument spielen, deutliche Vorteile. Dann kam man noch zum „Eierlauf“. Ein Tischtennisball auf einem Löffel musste auf einem schweren Parcours durch den Weinberg transportiert werden.

Die letzte Station war ein Flugzeug-Quiz, passend  zum diesjährigen Freizeit-Thema „Flugobjekte“. Auf dem Bergfried musste man schnell mit seinen Antworten sein. Hier hätte es sich gelohnt, die Zimmerschilder zu studieren, da die Quiz-Fragen aus den Schildern an den Zimmern hervorgingen. Insgesamt waren sieben Gruppen den Nachmittag über unterwegs.

Trotz großen Einsatzes konnten sich die Knaben am Ende nicht durchsetzen.

Der MC gewann 4 : 3 . Applaus!

Tag 9 – Bunt, bunter, – Ende

Dienstag, 8. September 2015

Bevor die Knaben den Raum stürmen und sich einen Platz suchen, ist der ganze Raum ein Meer an Knicklichtern.
08.09.2015 Bevor die Knaben den Raum stürmen und sich einen Platz suchen, ist der ganze Raum ein Meer an Knicklichtern. (Bild: Lorenz Würfel)
Gösta macht zu Beginn des Bunten Abends einen kleinen Warm-Up
08.09.2015 Gösta macht zu Beginn des Bunten Abends einen kleinen Warm-Up (Bild: Lorenz Würfel)
Eine Sauerei! Zuerst muss ein Apfel mit dem Mund aus einer Schüssel voll Wasser geangelt werden, danach sind noch fünf Gummibärchen in einem Haufen Mehl zu finden.
08.09.2015 Eine Sauerei! Zuerst muss ein Apfel mit dem Mund aus einer Schüssel voll Wasser geangelt werden, danach sind noch fünf Gummibärchen in einem Haufen Mehl zu finden. (Bild: Lorenz Würfel)
Zu diesem Spiel ließ sich sogar ein armer MC überreden.
08.09.2015 Zu diesem Spiel ließ sich sogar ein armer MC überreden. (Bild: Lorenz Würfel)
Kein Wunder, dass die Stimmung kocht
08.09.2015 Kein Wunder, dass die Stimmung kocht (Bild: Lorenz Würfel)
Die Moderatoren Orestis, Tom David und Julian
08.09.2015 Die Moderatoren Orestis, Tom David und Julian (Bild: Lorenz Würfel)
Das berühmte Hutspiel war natürlich auch dabei.
08.09.2015 Das berühmte Hutspiel war natürlich auch dabei. (Bild: Lorenz Würfel)
Die Gewinner des Klavierwettbewerbes vom Samstag werden geehrt.
08.09.2015 Die Gewinner des Klavierwettbewerbes vom Samstag werden geehrt. (Bild: Lorenz Würfel)
Der Männerchor stellt die Zimmernoten-Geschenke vor, ehe die Zimmer nach vorne kommen und sich etwas aussuchen dürfen.
08.09.2015 Der Männerchor stellt die Zimmernoten-Geschenke vor, ehe die Zimmer nach vorne kommen und sich etwas aussuchen dürfen. (Bild: Lorenz Würfel)
Die Auswahl fällt schwer, kein Wunder bei dem Angebot an Geschenken.
08.09.2015 Die Auswahl fällt schwer, kein Wunder bei dem Angebot an Geschenken. (Bild: Lorenz Würfel)

Wer hat an der Uhr gedreht? Nein, der letzte ganze Tag der Freizeit war wirklich schon angebrochen. Und noch immer weckten sich die Knaben morgens selbst und spielen teils früh um sechs Tischtennis. Nach Probenarbeit mit Bach und Carl Orff und dem Mittagessen fieberten aber alle dem eigentlichen Höhepunkt des Tages (und der Freizeit) entgegen, dem Bunten Abend. Sich möglichst bunt und ausgefallen zu kleiden war die erste Aufgabe, bei der auch das eine oder andere über viele Tage liebgewonnene T-Shirt in die Dreckwäsche wanderte. Am Nachmittag wurden abermals Turniere ausgetragen, während die am Bunten Abend Beteiligten ihren Auftritten den letzten Schliff gaben.

Nach dem Abendessen dann der große Moment: In den verdunkelten und mit Knicklichtern stilvoll beleuchteten Probensaal wurden die Knaben eingelassen. Der "stille Jubel" – eine besonders ohrenfreundliche Applausform – wurde eingeübt. Und dann wurden wir mit einem wahren Feuerwerk an Darbietungen unterhalten: Quizshow und Geschicklichkeitsspiel, musikalischer Wettbewerb und Preisverleihung des Airline-Spiels, das aufwändig produzierte "Aktuelle Hymnus-Sportstudio" genauso wie kurze Werbeblöcke. Sicher durchs Programm führte das dreiköpfige Oldie-Moderatorenteam.

Den Abend beschließen durfte aber wie immer der Männerchor. Verleihung der Hymnusiade-Urkunden und die Zimmernoten-Geschenke sind Hymnusianern seit jeher als Programmpunkt bekannt. Und den Schlusspunkt setzte der eigens komponierte Freizeitsong – hiermit lässt traditionell der Männerchor die Freizeit ironisch und liebevoll Revue passieren. Im Backstage-Bereich gibt es diesen und die Songs der letzten Jahre für Hymnusianer zum Nachlesen.

Gar nicht so einfach, eine aufgedrehte Knabenschar danach noch ins Bett zu bringen. Aber die Betreuer meisterten auch diese Herausforderung, und so schlummerten die Knaben selig dem letzten Freizeittag entgegen.

Tag 10 – Was? Schon der letzte Tag?!

Heute ging es nach Hause ... zurück nach Stuttgart. Die letzten zehn Tage waren sehr schön und es haben sich viele neue Freundschaften gebildet.

Doch bevor wir am frühen Nachmittag in die Busse steigen konnten, mussten wir erst einmal unsere Zimmer räumen, ehe Herr Homburg zur abschließenden Gesamtchorprobe lud. Vor dem Mittagsessen sangen wir noch ein Dankeslied für das gesamte Team der Jugendherberge, welches uns immer bestens und freundlich versorgt hatte. Vielen Dank an die Jugendherberge Ortenberg! Im Gegenzug nannte uns das JuHe-Team eine angenehme und nette Gruppe uns versprach uns, dass wir immer willkommen sein werden.

Nun sind wir also wieder in Stuttgart und haben viele schöne Erinnerungen in unseren Köpfen. Ich für meinen Teil kann sagen, dass es die schönste Freizeit war, die ich je erlebt hatte. Das macht echt Lust auf mehr und unterstreicht den Gedanken, dass wir im Hymnus-Chor ganz großen Wert auf das Teamwork und eine gute Gemeinschaft legen. Im Chor singen ist ein Mannschaftssport, in, vor und nach den Konzerten.

So freuen wir uns auf die kommende Saison! Wir sehen uns bald wieder!

Euer Tagebuch-Team